Berichte 2020

JHV 2020

JHV der Siedlergemeinschaft Westercelle-Sandfeld

Die Siedlergemeinschaft startet in das „Neue Jahrzehnt“ mit der üblichen Jahreshauptversammlung, die im Übrigen gut besucht war. Es wurde das letzte Jahr noch einmal mit all seinen Aktionen und den notwendigen Zahlen beleuchtet. Die abgegebenen Berichte fanden Gehör und dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt.

Auch die Erhöhung des Jahresbeitrages ab 01.01.2021 stieß auf wohlwollende Ohren.

Es standen wieder Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften an. Für 25 Jahre : Hannelore Alm; Klaus-Dieter und Frauke Brandes; Jürgen und Ingrid Valdorf; Gabriele und Andreas  Voigt. Für 30Jahre: Christina Issel und Michael Rosenstädt. Leider war es nur dem Ehepaar Brandes möglich, diese am Abend in Empfang zu nehmen. Sie erhielten die Auszeichnung für 25jährige Mitgliedschaft.

Das Geschehen aus dem Bundes- bzw. Landesverband und der Kreisgruppe Celle stellte die stellvertretende Kreisgruppenvorsitzende Sabine Niebuhr-Woltersdorf vor und für die Ortsteile Westercelle und Neuenhäusen waren wieder die Ortsbürgermeister Reinhold Wilhelms und Dr. Jörg Rodenwaldt anwesend. Beide gaben eine Übersicht über anstehende oder bereits erledigte Vorhaben in den jeweiligen Ortsteilen. Ein großes Thema, was betroffene Mitglieder bewegte, war die zunehmende Vermüllung und Rattenplage besonders am Wilhelm-Heinichen-Ring zu beiden Seiten. Hier Abhilfe zu schaffen dürfte sich als schwierig erweisen.

Abschließend bedankte sich die Vorsitzende noch für die Übernahme des Zeitungsaustragens von Frau Bärbel Obert durch Frau Karin Cramm und bei allen anderen Austrägern sowie die Blumengießer im Freibad Westercelle. Damit endete dann auch eine harmonisch verlaufende Jahreshauptversammlung.

Vortrag gemeinsam mit der KREISGRUPPE CELLE

Insektensterben – was können Gartenbesitzer dagegen tun?

 Ein Seminar der Kreisgruppe Celle im Verband Wohneigentum mit dem freiberuflichen Gartenfachberater Klaus-Dieter Kerpa.

 Einleitend stellte Kerpa kurz das Programm der Fa. Neudorff vor und betonte, dass Neudorff sich von Anfang an vehement gegen chemisch-synthetische Mittel gewehrt hat. Weiterhin wies er darauf hin, dass auf der Internetseite von Neudorff zahlreiche Informationen zu Pflanzen- und Insektenwissen sowie Rat und Service angeboten werden. Weiterhin besteht dort die Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren.

Kerpa führte aus, dass Insekten mit mehr als eine Million wissenschaftlich beschriebenen Arten innerhalb der Tierwelt die artenreichste Klasse darstellt. Die Population der Insekten hat in den vergangenen 30 Jahren dramatisch abgenommen und beträgt jetzt nur noch etwa 75 % der damaligen Werte. Dies veranschaulichte er mit Fotos von Windschutzscheiben, die nach einer Fahrt nicht mehr so voll mit Insekten sind wie vor 20 Jahren.

Kerpa legt dar, dass Insekten viele wertvolle Funktionen übernehmen. Insekten sind wichtiger Bestandteil der Nahrungskette, sie machen unsere Böden fruchtbar indem sie organische Substanzen zersetzen, sie befreien uns von „Müll“ indem sie sich von Kot ernähren und als wichtigste Aufgabe sichern sie in der Landwirtschaft unsere Ernährung. Insbesondere Bienen sind als Bestäuber in erheblichem Maße für den Erhalt und die Fortpflanzung der Pflanzenwelt verantwortlich.

Das Insektensterben führt er auf vier Faktoren zurück:

1. der Einsatz von Neonicotinoiden wie Pestizide, Fungizide oder Herbizide, 2. Verschwinden von natürlichen Lebensräumen die durch riesige Monokulturen ersetzt werden

3. Verlust von Randstreifen und schutzgebenden Hecken

4. Klimawandel.

Neonicotinoide sollen das Saatgut vor Insektenbefall schützen. Das Gift bleibt nicht in dem Saatgut sondern gelangt von der Wurzel bis in die Blüten hinein. Über die Pollen nehmen die Insekten die Gifte auf. Außerdem verteilen sich die Stoffe auch im Boden und gelangen auch in die nahegelegenen die Bäche. Neonicotinoide beeinträchtigen u.a. das Orientierungsvermögen von Bienen. Belastete Bienen finden nur zu 55 % zum Bienenstock zurück während unbelastete Bienen zu 85 % zurückfinden.

Lebensraum oder Biotope: Insekten kommen nicht rein zufällig vor sondern sie stehen in einer engen Wechselbeziehung zu der vorhandenen Pflanzen- und Tierwelt. Monokulturen tragen zum Verschwinden der Nahrungsspezialisten bei. Für Insekten sind mit Kies angelegte Steingärten Gärten des Grauens. Die vereinzelten Pflanzen ziehen kaum Insekten an! Auch große Rasenflächen sind nicht insektenfreundlich. In naturnahen Gärten bilden sich Nahrungsketten. Wildkräuter und Wildgehölze spielen hier eine große Rolle als Nahrungsgrundlage für Insekten. So kann Beifuß z.B. bis zu 180 verschieden Insektenarten ernähren! Kerpa empfahl Nektarinseln für Schmetterlinge anzulegen. Hierzu ist die im Handel erhältliche Samenmischung „Bunte Schwärmerei“ geeignet, die aus über 25 verschiedenen ein- und mehrjährigen heimischen Wildblumen besteht. Die Sorte „Nachtschwärmer Treff“ enthält nachtblühende Sorten, die einen verführerischen Duft verströmen und so Nachtfalter und Insekten anlocken, die als Nahrungsquelle für Fledermäuse dienen. Die Sorte „Gartenstars“ enthält Pflanzen mit großen Samen, die eine begehrte Nahrungsquelle für heimische körnerfressende Vögel sind. Die Samenmischung „Bienengarten“ ist speziell auf die Bedürfnisse von Wildbienen und Hummeln abgestimmt.

Wir als Hauseigentümer können nun dem Insektensterben entgegensteuern, in dem wir eine Vielfalt an Blumen, Pflanzen und Sträuchern in unseren Gärten anpflanzen. Herr Kerpa gab viele Anregungen und Tipps dazu und riet auch davon ab, jedes sogenannte Unkraut und Verblühte sofort zu entfernen. Also nicht zu ordentlich aufräumen, Insekten brauchen Schlupflöcher wie Trockenmauern oder Holzstapel. Mit Grafiken und zahlreichen kleinen Filmbeiträgen verdeutlichte Kerpa das Vorgetragene und appellierte an die Teilnehmer, ökologisch wertvolle Ziersträucher (z.B. Weigelien und Deutzien) sowie Gehölze (z.B. Schwarzer Holunder, Felsenbirne oder Schneeball) in ihren Gärten anzupflanzen. Auch Hecken können aus Wildgehölzen wie Schlehe, Weißdorn, Brombeere oder Heckenrose angelegt werden.

Zu guter Letzt ging Kerpa auf Insektenhotels ein. Diese kann man leicht aus Hartholz bauen. In dieses werden Löcher von 4 bis 8 mm Durchmesser gebohrt. Man kann auch Bambusstäbe oder hohle Pflanzenstängel verwenden, die man mit Blumendraht zusammenbindet. Für das Aufstellen des fertigen Insektenhotels wird am besten ein wind- und regengeschützter, vollsonniger Platz gewählt und die Einflugöffnung südwärts ausgerichtet.

Während des Vortrags wurden viele Fragen gestellt und beantwortet und jeder nahm wichtige Erkenntnisse für sich und seinen Garten mit nach Hause. So endete dann auch, unterbrochen von einem gemeinsamen Mittagessen, eine lehrreiche Veranstaltung.


Frühjahrsschnitt mit Ingo Rodemann

Frühjahrsschnitt,

dazu lud die Siedlergemeinschaft Westercelle-Sandfeld ein und es wurde in einem Kleingarten einer Siedlerfreundin in altbewährter Form durch den ehrenamtlichen Gartenfachberater Ingo Rodemann von der Kreisgruppe Celle im VWE die Handhabung jenes Schnittes aufgezeigt. Er erklärte, was jetzt zu tun ist, welche Obstbäume und Sträucher zu schneiden sind, welche aber erst nach der Ernte von verschiedenen Früchten geschnitten werden dürfen. Er legte ordentlich Hand an und so mancher Baum war nicht wieder zu erkennen. Wichtig war ihm auch, das Werkzeug immer wieder zu desinfizieren, wenn der nächste Baum dran kam. Es wurden viele Fragen gestellt, die auch alle beantwortet werden konnten. Jetzt bleibt nur abzuwarten, was dann beim folgenden Sommerschnitt zu tun ist und wie sich die Bäume bis dahin schon verändert haben.

Diese Vorführung diente in erster Linie als Hilfe zur Selbsthilfe und es kann auch ruhig mutig an das Schneiden herangegangen werden, so Ingo Rodemann. Ihm ist nur wichtig, dass wenn ein Frühjahrsschnitt durchgeführt wurde, der der Triebförderung dient, der Sommerschnitt unablässig ist. Mit diesem Hinweis ging dann auch die Veranstaltung zu Ende und alle freuen sich auf ein Wiedersehen beim Folgeschnitt.

Boule auf dem Boulodrom des VFL Westercelle

Endlich,

endlich gab es nach monatelanger Abstinenz mal wieder ein Treffen in der Siedlergemeinschaft Westercelle-Sandfeld. Eingeladen wurde auf das Boulodrome des VfL Westercelle und  diese Außenveranstaltung war so gut angenommen worden, dass die Verantwortlichen in Zeiten von Corona und den damit verbundenen Vorschriften die Teilnehmer auf zwei Tage verteilen mussten. Das ging problemlos von statten.         Dann musste das, nach dem sportlichen Wettstreit geplante Essen wegen Schließung der Lokalität auch noch kurzfristig geändert werden, bis die 1. Gruppe bei strahlendem Sonnenschein mit dem Boulen beginnen konnte.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten und mit zunehmendem Verständnis für die Regeln hatten alle richtig Spaß an dem kleinen Wettkampf.

Mit der 2. Gruppe gab es dann wegen starken Regens wieder eine Planänderung.          Man ging erst Essen, in der Hoffnung, dass es danach trocken sein würde. Alle wurden belohnt und jetzt konnten sich auch diese Mitglieder untereinander im sportlichen Wettkampf messen. Auch hier brauchte es eine Eingewöhnungsphase, bis es lief.

Der oder die eine waren sicher nicht zum letzten Mal auf der Anlage des VFL Westercelle und alle waren froh, endlich mal wieder etwas gemeinsam – wenn auch auf Abstand – unternommen zu haben. Der Wunsch nach Normalität war spürbar und der Vorstand möchte auch in kleinen Schritten und wo es möglich ist, gemeinsame Treffen wieder planen.

Besichtigung des Hauptbahnhofs Hannover


Die Mitglieder der Siedlergemeinschaft Westercelle-Sandfeld fanden sich in zwei Corona freundlichen Gruppen  zur Führung auf dem Hauptbahnhof in Hannover ein. Natürlich ist man per Bahn angereist und war gespannt, was man zu hören bekam. Während wohl die meisten eine andere Vorstellung von der Führung hatten und sich gedacht hatten, wir würden auch mehr Ecken im Bahnhof erkunden, ging die Führung hauptsächlich außen um den Bahnhof herum. Allerdings wurde viel Wissenswertes über die Anfänge des Bahnhofsbaus, deren Initiatoren und Baumeister berichtet, bis zur heutigen Entwicklung. Abschließend, und wohl der Höhepunkt war die Erkundung der Geister-Ubahn, 16 m unter der Erde, die seit 40 Jahren auf ihre Fertigstellung wartet.

Diese umfangreichen Informationen wurden dann noch in einem Café bei Kaffee und Kuchen oder einer kleinen Mahlzeit verdaut, bis es dann per Bahn wieder in Richtung Celle ging.